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Kirsten Binder


Referentin für den Förderschwerpunkt Hören
    



Nach dem Studium der Gehörlosenpädagogik in München und dem Referendariat an der Dr. Karl-Kroiss-Schule in Würzburg zog es mich wieder nach München, wo ich an der (damals noch) „Schwerhörigenschule“ mit meiner Tätigkeit als Lehrerin begann. In den nächsten Jahren unterrichtete ich in verschiedenen Klassenstufen, erprobte methodisch-didaktische Konzepte, hatte Gelegenheit, meine pädagogischen Anliegen für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche umzusetzen und sie als Praktikums- und Betreuungslehrerin mit StudentInnen und ReferendarInnen auszutauschen. Schließlich begann ich mit verschiedenen weiteren Ausbildungen: Ich absolvierte berufsbegleitend ein Beratungslehrerstudium, erlangte eine verhaltenstherapeutische Zusatzqualifikation, wurde Kunst- und Gestalttherapeutin, Trainerin und Coach. Diesen Weg erlebte ich als große Bereicherung für mich persönlich und natürlich beruflich. Während der letzten Jahre veränderte ich schließlich die Schwerpunkte meiner beruflichen Tätigkeiten. Ich engagier(t)e mich u. a. im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst für Hörgeschädigte und leitete fünf Jahre lang das Referat Hören/Sehen am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Dort hatte ich Gelegenheit, Projekte zu entwickeln, sie zusammen mit Fachleuten voranzubringen sowie förderschwerpunktspezifische Beiträge zu veröffentlichen. Die konzeptionelle Arbeit und die Tätigkeit in verschiedenen Netzwerken bereiteten mir damals wie heute große Freude. Die unterschiedlichen Arbeitsfelder befruchteten sich gegenseitig. Dies erlebe ich auch heute wieder, denn auch anschließend, seit 2012, sind meine Arbeitsgebiete schwerpunktmäßig zweigeteilt: zum einen MSD Hören, zum anderen die Tätigkeit als zentrale Beratungslehrkraft für Förderschulen an der Staatlichen Schulberatungsstelle München Stadt und Landkreis. Als Ansprechpartnerin für Fragen der Inklusion liegt für mich hierin nun ein weiterer Fokus. Durch meine vielfältigen Arbeitsfelder in den bisher 25 Berufsjahren konnte ich Hörgeschädigtenpädagogik nicht nur mit gestalten; ich sehe sie aus verschiedenen Perspektiven der Unterrichtspraxis, der Beratung für die Praxis in der Inklusion als MSD Hören, aus konzeptioneller Sicht sowie aus dem Blickwinkel der Pädagogik/Sonderpädagogik, die mit der Inklusion neuen Anforderungen gegenüber steht. Mit großem Respekt nehme ich die vielfach empfundene starke Belastung wahr über die mit der Inklusion verbundenen, enorm gewachsenen Aufgaben im Unterrichtsalltag. Umso mehr freue ich mich über jeden Perspektivwechsel. Es ist mir ein großes Anliegen, diesen Prozess durch meine Arbeit zu begleiten und im Team voneinander zu lernen, um gemeinsam gute Wege zu entwickeln. Am vds, dem ich 2011 beitrat, schätze ich besonders den engagierten fachlichen Austausch, auf den ich mich auch künftig freue, um mich auch aus dem Verband heraus für die Belange der Schüler mit Förderschwerpunkt Hören einsetzen zu können, damit Inklusion für alle Beteiligten auch da gelingt, wo die Weichen dafür bislang nur auf dem Papier gestellt sind und die Umsetzung förderlicher Maßnahmen allzu beschwerlich erscheint.



Kirsten Binder
Referentin für den Förderschwerpunkt Hören
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