Startseite / vds aktuell
Wir sind Ihr Partner
Organisation
Aktuelles aus dem Landesausschuss
Veranstaltungen
Galerie
Mitgliedschaft
Wir gratulieren !
Zeitschrift "spuren"
Materialien / Positionspapiere


 
Angelika Gradel
Stellvertreterin des Vorsitzenden



In Nordrhein-Westfalen geboren und aufgewachsen, führte mich das Leben nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr zunächst in den hohen Norden an die Pädagogische Hochschule Kiel. 1980 schrieb ich mich dort für das Studium des Lehramts an Sonderschulen mit den Fachrichtungen Lern- und Körperbehindertenpädagogik ein. Von dort wechselte ich 1982 nach Würzburg, wo ich mein 1. Staatsexamen 1985 ablegte. Berufsbegleitend studierte ich in Heidelberg Blindenpädagogik.

 

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) war als Interimslösung gedacht, da nach dem Abitur kein klarer Wunsch bei mir erkennbar war, wie meine berufliche Zukunft aussehen sollte. Im Laufe des FSJ an einer Körperbehindertenschule wurde mir klar, dass ich Sonderschullehrerin werden wollte. Bestärkt wurde ich darin von meinen damaligen Kolleginnen und Kollegen, die erfahrene Sonderpädagogen waren. Diese Entscheidung reifte ein Jahr lang heran und ich arbeite bis heute mit voller Überzeugung und viel „Herzblut“ als Sonderpädagogin.

 

Nach dem 1. Staatsexamen bekam ich eine Referendariatsstelle im Regierungsbezirk Oberpfalz an der „Sonderschule für Lernbehinderte“ in Neutraubling zugewiesen. In meiner Oberpfälzer Zeit als junge Lehrerin verschlug es mich nach Amberg, Weiden und schließlich in das damalige Kötzting (heute: Bad Kötzting), wo ich in sehr engagierten Teams der „Diagnose- und Förderklassen“ als „Nordlicht“ warmherzig und offen aufgenommen wurde. Trotz der Verbeamtung und „Einbürgerung“ in Bayern veränderte meine Lebensplanung auch den Einsatzort und ich wurde erfreulicherweise 1989 nach Mittelfranken an die damalige Schule für Blinde in Nürnberg versetzt. Dort baute ich die Arbeit mit „mehrfachbehinderten blinden Grundschülern“ konzeptionell auf. Durch vielfältige Netzwerke lernte ich die Arbeit mit schwerst mehrfachbehinderten blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen an der Schule am Dachsberg, Blindeninstitutsstiftung, in Rückersdorf kennen. Mehr als zehn Jahre widmete ich mich dort dem Aufbau des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes. Daneben lag mir die Förderung der Kommunikation taubblinder/hörsehbehinderter Kinder und Jugendlicher sehr am Herzen. Auf Kongressen und Tagungen erweiterte ich meine Kompetenzen und tauschte Erfahrungen aus, was in eine Schulkonzeption der Schulen der Blindeninstitutsstiftung in Bayern mündete. Auch die Organisation von Fortbildungen gehörte zu meinen Aufgaben, die schon immer von Netzwerkarbeit und hohen Anforderungen an die Integrationsfähigkeit vielfältiger fachlicher Kompetenzen geprägt waren.

 

Seit 2002 konzentrierte ich mein berufliches Schaffen verstärkt auf die Bereiche Grund- und Hauptschulstufe sowie die Mittlere-Reife-Klassen am Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Sehen in Nürnberg, wo ich einerseits die Schulvorbereitung, Einschulung und Eingangsstufe konzeptionierte und andererseits den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst für blinde Kinder/Jugendliche in Oberfranken aufbaute.

 

Im Jahre 2006 wechselte ich als zweite stellvertretende Schulleiterin in das Berufliche Schulzentrum, Förderschwerpunkt Sehen in Nürnberg. Das bedeutete einschlägige Veränderungen in meiner Tätigkeit und neue berufliche Herausforderungen anzugehen. Schwerpunkte neben der Arbeit im Schulleitungsteam waren Berufsvorbereitung,  pädagogische Leitung der einzigen Berufsfachschule für Musik mit dem Förderschwerpunkt Sehen im deutschsprachigen Raum sowie überregionale Arbeit in verschiedenen Netzwerken wie Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen (VBS), Bayerischer Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) und Bayerischer Blinden- und Sehbehinderten-Bund (BBSB).

 

Im August 2016 kehrte ich zu meinen beruflichen Wurzeln zurück. An der staatlichen Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung, Förderschwerpunkt Lernen, in Nürnberg widme ich meine ganze Schaffenskraft als Konrektorin bzw. Stellvertreterin des Schulleiters jungen Menschen mit sonderpädagogischen Förderbedarf, die sich auf einen Beruf vorbereiten und Ausbildungsreife erzielen möchten. In meinem neuen „alten“ Wirkungskreis fühle ich mich sehr wohl und die Arbeit macht mir nach über 30 Jahren sehr viel Spaß.

 

Darüber hinaus bin ich seit meiner Studentinnenzeit in Würzburg langjähriges Mitglied im vds und hatte bis zu meiner Wahl auf der LDV 2016 als 2. Vorstand das Referat Sehen inne. Im Verband erarbeiteten wir Positionspapiere, Bildungsstandards und trieben die Qualitätssicherung im gesamten Förderschulbereich voran.  Vielfältigste, hochqualifizierte, wissenschaftliche Netzwerkarbeit zeichnet meine Verbandstätigkeit aus.  Mein Fokus liegt auf der Sicherung und Weiterentwicklung der fachspezifischen sonderpädagogischen Kompetenzen und Bedingungen sowohl für inklusive wie auch für institutionalisierte Angebote für alle Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsene mit Förderbedarf.

 

Ich freue mich auf innovative und konstruktive Zusammenarbeit in diesem tollen Vorstandsteam.

 

 
Angelika Gradel
Stellvertretende Landesvorsitzende
Kontakt

Aktuelle News
31.07...spuren 3.2017 ist online
02.05...spuren 2.2017 ist online
20.02...spuren 1.2017 ist online
18.11...spuren 4.2016 ist online
29.07...spuren 3.2016 ist online
 
Download "spuren"
Janusz Korczaks pädagogisches Vermächtnis in der Erinnerung lebendig erhalten
Etikettenschwindel oder Zukunftsperspektive - Profil Inklusion für Förderschulen
Inklusion als Feigenblatt - Kritik des Konzepts "Förderschule mit dem Profil Inklusion"
Wir hatten da mal eine (inklusive) Idee - gut vorbereitet zurück ins Regelsystem - Das Profil "Inklusion" an den Schulen zur Erziehungshilfe Fassoldshof; Förderzentrum mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung